Wie sich der Atomtest in Nordkorea verrät

Am Freitag um 2:30 Uhr deutscher Zeit (9 Uhr in Nordkorea) gab es ein heftiges Erdbeben im Norden Nordkoreas:

epicenter

Es hatte eine eine Stärke von 5,3 und ereignete sich an der Erdoberfläche:
daten-nkDass es sich um eine Explosion handelt und nicht um ein normales Erdbeben, zeigt die sogenannte Herdflächenlösung (sie wird ermittelt aus den Ankunftszeiten der Bebenwellen an unterschiedlichen Messstationen und zeigt in welche Richtung sich der Druck ausgebreitet hat). Die Herdflächenlösung ist ganz dunkel, zeigt keine weißen Stellen. Das bedeutet, dass sich der Druck bei dem Erdbeben in Nordkorea in alle Richtungen gleichzeitig ausgebreitet hat – ein klarer Fall von einer Explosion:
herdflaeche-nkAuch Seismogramme verraten die Explosion, sie zeigen kurze, starke Ausschläge:bebenwellen-nordkoreaDas Muster ist typisch für Explosionen, wie der Vergleich von Wellen einer Nuklearexplosion mit einem normalen Erdbeben zeigt:vgl-seismic-waves
Beeindruckend ist, dass das Muster der Druckwellen das gleiche ist wie beim letzten Atomtest in Nordkorea. Der neue Test (rote Linie, größere Amplitude) war nur stärker als der vom Januar (türkise Linie):
bebenwellen-nk-vergleichDie „Erdbeben“ in Nordkorea fanden in den letzten Jahren immer an gleicher Stelle statt: beben-gleiche-stelle-nkDer Ort ist das Atomtestgelände des Landes. Dieses Satellitenbild von Ende August zeigt verräterische Abdeckungen. Sie sollten die Vorbereitungen des Atomtests verdecken:
site-nk-test