Hintergründe und Quellen zu meiner Kritik am Synthesis-Report des Uno-Klimarats IPCC

Erschienen am 25. Januar 2015:
Wissenschaftler haben mich nach den Quellen zu meiner Kritik am finalen Uno-Klimareport gefragt. Ich hatte kritisiert, dass der Uno-Klimarat IPCC in seinem Synthesis-Report Risiken des Klimawandels betont, aber Unsicherheiten seiner Ergebnisse verschweigt. Ein gravierendes Problem, wie ich finde.

Einige Wissenschaftler baten mich um konkrete Seitenzahlen aus dem Klimareport, aus denen die Zitate aus meinem Text stammten; ich habe sie bereits im Artikel ergänzt. Außerdem verschärfte ich meine Kritik, indem ich auch noch die – wie ich sie einschätze – mangelhafte „Zusammenfassung für Politiker“ des IPCC-Synthesereports zitierte. Hier dokumentiere ich nun alle Quellen für meinen Artikel. Weiterlesen

Video zum Ergebnis des Klimagipfels

video paris

Der Uno-Klimagipfel ist mit einer, man muss es so sagen, geradzu sensationellen Einigung zu Ende gegangen. Alle Staaten haben gemeinsam einem ehrgeizigen Klimavertrag zugestimmt.

Ob die Ziele eingehalten werden können, kann die Staatengemeinschaft freilich nicht vertraglich erzwingen. Aber allein die Einigung aller 196 Parteien nach 23 Jahren Verhandlungen ist eine immense diplomatische Leistung.

Hier ein paar Worte aus dem nächtlichen Presseraum des Verhandlungszentrums in Paris.

Zehn Gründe für das Wunder von Paris

Erdölstaaten ohne Erdöl, Schwellenländer ohne Kohle, kleine Inseln machen Weltpolitik: Es scheint schwer erklärlich, warum alle 195 Staaten dem Weltklimavertrag zugestimmt haben. Zehn Gründe, warum das Wunder wahr wurde.
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Kommt ein Professor in die Kneipe

Premiere in Deutschland: Wissenschaftler haben in Hamburger Kneipen das verdutzte Publikum mit Fachvorträgen überrascht. Für beide Seiten ein Kulturschock. Mein Bericht von „Wissen vom Fass“. Weiterlesen

Schlechtes Medien-Klima

Das Thema Klimawandel wird leidenschaftlich diskutiert. Wer als Wissenschaftsjournalist darüber berichtet, wird genau beäugt. Erstaunlicherweise sind Forscher in der Regel mit den Medienberichten zufrieden. Warum nur? Weiterlesen

„Andere Journalisten stellen sich nicht so an“

Die Sprecherin von Markus Söder hat beim Bayerischen Rundfunk angerufen, weil ein Beitrag über ihren Chef missfiel. Auch bei SPIEGEL ONLINE versuchte Ulrike Strauß 2011, Einfluss auf die redaktionelle Arbeit zu nehmen. Statt Anfragen über Atomendlager zu beantworten, beschwerte sie sich bei mir über meine Recherche.
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The Climategate Chronicle – How the Science of Global Warming Was Compromised

To what extent is climate change actually occuring? Late last year, climate researchers were accused of exaggerating study results. SPIEGEL ONLINE has since analyzed the hacked „Climategate“ e-mails and provided insights into one of the most unprecedented spats in recent scientific history. My story from April 2010.
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Apuz

Kommen Sie mir bloß nicht mit Nachhaltigkeit – meine Kritik am Umwelt-Etikettenschwindel

Der Gemüseladen am Ende meiner Straße hatte keine Bananen mehr. „Habt Ihr keine Bananen mehr?“, fragte ich den Verkäufer. „Doch, da hinten liegen noch welche.“ Er wies auf einen Strauch schwarzer Stummel. „Die sind aber doch etwas, naja, überreif“, sagte ich. „Die sind bio“, entgegnete der Verkäufer prompt. Kurz blickten wir uns an, dann lachten wir laut. Der Spaß ist, dass man in unserem sich fortschrittlich gebenden Stadtteil mit dem Präfix „Bio“ fast alles verkaufen kann.

Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ in der öffentlichen Debatte. Das einst erhabene Wort hat sich zu einer Werbefloskel gewandelt. Sie gehört zur PR-Strategie zahlreicher Unternehmen, denen greenwashing vorgeworfen wird. Ich verwende den Begriff deshalb in meinen journalistischen Berichten allenfalls in Zitaten. Denn welche Information erhalten Leser, wenn Wissenschaftler eine „nachhaltige Entwicklung“ fordern oder Politiker „mehr Nachhaltigkeit“ versprechen? Keine. Jeder versteht etwas anderes unter Nachhaltigkeit. Weiterlesen