Sie wollen reden

Ich weiß nicht, wie oft ich schon von Wissenschaftlern gehört habe, man wolle „das Vertrauen der Öffentlichkeit gewinnen“ oder „raus aus dem Elfenbeinturm“. Auf einer Tagung in Wien haben Geoforscher nun sehr laut nach „besserer Wissenschaftskommunikation“ gerufen, angestachelt von D. Trump, der der Wissenschaft bedeutende Umweltforschungsprogramme wegnehmen will. Doch selbst Wissenschaftler in den USA, weltweit deutlich führend in Sachen massentauglicher Darstellung von Forschung, werden mit ihren Kommunikationsversuchen scheitern, jede Wette.
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2:0 für Muri


Eine Journalistin reagierte gereizt heute bei der Pressekonferenz auf einer Tagung hier in Wien, als die Meteorologin Helene Muri eine neue Theorie  zu Munchs „Der Schrei“ vorstellte.
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buch heft

Häufige Leserfrage

Liebe Leser,

Sie hatten die gleiche Frage zu meinem Artikel über die sich verlangsamende Erddrehung.

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Das Klimaschutz-Orakel

Der Klimaschutz-Index erscheint mir weiterhin sonderbar. Jedes Jahr zur Uno-Klimakonferenz veröffentlicht Germanwatch diese Rangliste der Staaten, die zusammen für mehr als 90 % des weltweiten energiebedingten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich sind.

Die wenigen Kriterien sind simpel und hier aufgelistet, oder hier ausführlich beschrieben.

Heute wurde der Klimaschutz-Index 2017 veröffentlicht, er erstaunt mich wie seine Vorgänger. Trotz seiner simplen Kriterien bleibt er ein unergründliches Orakel. Weiterlesen

Sag einfach immer, es sei der Klimawandel

Der Klimawandel ist ein attraktives Thema für Leute mit Meinungsfreude, Mitteilungsdrang und Mitmischbedürfnis.

Die einen behaupten kess, dass sich das Klima bald abkühlen werde, obwohl das Ergebnis jahrelanger wissenschaftlicher Untersuchungen das Gegenteil nahelegt. Andere sehen praktischerweise bei jedem Umweltphänomen die globale Erwärmung am Werk.

Ihre prägnanten Kurzschlüsse verhelfen diesen Leuten zu großer Aufmerksamkeit. Sie brauchen keine Sorge zu haben, sich rechtfertigen zu müssen, Beifall übertönt kritische Nachfragen – beide Lager haben große Fangemeinden.

Vor ein paar Tagen begab sich das nächste Kapitel der öden Show:
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Zu schrill, Herr Bojanowski

Als ausgebildeter Naturwissenschaftler bei einem Massenmedium erlebt man interessante Dinge. Gelegentlich sorgt die Einordnung von Wissenschaft in Alltagszusammenhänge für Überraschungsmomente bei Wissenschaftlern. Diesmal war es umgekehrt.
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Wie Hollywood, aber ernst

Als ich nach überstandenem Geologiestudium als freier Journalist anfing, hatte ich gelegentlich versucht, Artikel über Tsunamis an Redaktionen zu verkaufen. Das Thema wurde meist lächelnd abgelehnt, Redakteure hielten es eher für Drama als für Wissenschaft. Bis zum zweiten Weihnachtstag 2004.
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