Kategorie-Archiv: Wissenschaftskommunikation

Was für ein Klima

Eine bezeichnenden Debatte, die ich in den vergangenen Tagen auf Twitter geführt habe (führen musste). Ausgangspunkt war ein Kommentar von mir auf Spiegel Online, in dem ich die groteske Rezeption des Klimawandels in diesem Sommer kritisierte. Twitter-User griffen mich dafür scharf an. Der Verlauf der Diskussion war so typisch für die Klimadebatte und so bezeichnend, dass ich ihn hier festhalten möchte.

Hier kann man mir auf Twitter folgen.

Hier kann man das Projekt des Twitter-Debatten-Kontrahenten Christopher Schrader „Klimasocial – Wir  schaffen das nur zusammen“ unterstützen.

Weiterlesen

Meine Kolumne in „Nature Geoscience“

2011 habe ich im Fachmagazin „Nature Geoscience“ die Kolumne „In the Press“ begründet. Darin habe ich versucht, meine Auslese von Themen für SPIEGEL ONLINE zu erläutern. Nach welche Kriterien werden Texte ausgewählt? Welche Details sind interessant? Woran orientieren sich Massenmedien?
Weiterlesen

Das Klimaschutz-Orakel

Der Klimaschutz-Index erscheint mir weiterhin sonderbar. Jedes Jahr zur Uno-Klimakonferenz veröffentlicht Germanwatch diese Rangliste der Staaten, die zusammen für mehr als 90 % des weltweiten energiebedingten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich sind.

Weiterlesen

Sag einfach immer, es sei der Klimawandel

Der Klimawandel ist ein attraktives Thema für Leute mit Meinungsfreude, Mitteilungsdrang und Mitmischbedürfnis.

Die einen behaupten kess, dass sich das Klima bald abkühlen werde, obwohl das Ergebnis jahrelanger wissenschaftlicher Untersuchungen das Gegenteil nahelegt. Andere sehen praktischerweise bei jedem Umweltphänomen die globale Erwärmung am Werk.

Ihre prägnanten Kurzschlüsse verhelfen diesen Leuten zu großer Aufmerksamkeit. Sie brauchen keine Sorge zu haben, sich rechtfertigen zu müssen, Beifall übertönt kritische Nachfragen – beide Lager haben große Fangemeinden.

Vor ein paar Tagen begab sich das nächste Kapitel der öden Show:

Weiterlesen

Zu schrill, Herr Bojanowski

Als ausgebildeter Naturwissenschaftler bei einem Massenmedium erlebt man interessante Dinge. Gelegentlich sorgt die Einordnung von Wissenschaft in Alltagszusammenhänge für Überraschungsmomente bei Wissenschaftlern. Diesmal war es umgekehrt.
Weiterlesen

Sympathischer Wissenschaftler

So macht Wissenschaftsjournalismus Spaß.

Ein junger Wissenschaftler wertet jahrelang systematisch Niederschläge aus, kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis, und das Ergebnis lässt sich pointiert zusammenfassen, so dass man was davon hat. Und am Ende betont er, es gebe aber doch so viele andere kompetente Wissenschaftler, die ich doch auch noch fragen könnte, er sei doch bei weitem nicht der einzige Forscher auf dem Gebiet. Ja, es gibt sie wirklich, die Wissenschaftler, die für die Erkenntnis leben und nicht für öffentlichen Ruhm.

Erläuterungen zu meiner Kritik an den Aussagen von Experten und Medien zum Starkregen

Vergangene Woche kritisierte ich in einem Artikel Experten und Medien, die behauptet hatten, der Klimawandel würde in Deutschland bereits für mehr Starkregen sorgen.

Meine Kritik war simpel: Wetterdaten zeigen keine Zunahme von Tagen mit Starkregen in Deutschland – Experten, die diese Daten verschweigen oder das Gegenteil behaupten, führen Bürger in die Irre, verspielen Vertrauen in die Wissenschaft, machen Wissenschaft obsolet.

Ich zitierte Medien, in denen sich Meteorologen und Wissenschaftler irreführend geäußert hatten, denn ich halte die kritische Analyse für die wichtigste Aufgabe von Medien, um Meinungsbildung und Korrekturen zu ermöglichen. Auf Facebook und Twitter und per Leserpost gab es auf meinem Artikel manch kritische Frage, und da ich jetzt diesen Blog habe, kann ich ja gut auf die Einwände antworten:
Weiterlesen

Herzlichen Dank für Ihren kritischen Leserbrief, in dem Sie auf die sprachliche Unschärfe für einen wissenschaftlichen Sachverhalt in meinem Artikel aufmerksam machen…

Kürzlich erhielt ich einen kritischen Leserbrief, weil ich in diesem Artikel schrieb, Gestein im Erdmantel bewege sich zähflüssig, obwohl es sich genau genommen plastisch verhält. Habe mich nach einiger Zeit nun entschieden, meine ausführliche Antwort hier in den Blog zu stellen, weil sie doch einige grundlegende Erläuterungen zu wissenschaftsjournalistischen Texten enthält.
Weiterlesen

Hintergründe und Quellen zu meiner Kritik am Synthesis-Report des Uno-Klimarats IPCC

Wissenschaftler haben mich nach den Quellen zu meiner Kritik am finalen Uno-Klimareport gefragt. Ich hatte kritisiert, dass der Uno-Klimarat IPCC in seinem Synthesis-Report Risiken des Klimawandels betont, aber Unsicherheiten seiner Ergebnisse verschweigt. Ein gravierendes Problem, wie ich finde.

Einige Wissenschaftler baten mich um konkrete Seitenzahlen aus dem Klimareport, aus denen die Zitate aus meinem Text stammten; ich habe sie bereits im Artikel ergänzt. Außerdem verschärfte ich meine Kritik, indem ich auch noch die – wie ich sie einschätze – mangelhafte „Zusammenfassung für Politiker“ des IPCC-Synthesereports zitierte. Hier dokumentiere ich nun alle Quellen für meinen Artikel.

Weiterlesen