Kategorie-Archiv: Geologie

Herzlichen Dank für Ihren kritischen Leserbrief, in dem Sie auf die sprachliche Unschärfe für einen wissenschaftlichen Sachverhalt in meinem Artikel aufmerksam machen…

Kürzlich erhielt ich einen kritischen Leserbrief, weil ich in diesem Artikel schrieb, Gestein im Erdmantel bewege sich zähflüssig, obwohl es sich genau genommen plastisch verhält. Habe mich nach einiger Zeit nun entschieden, meine ausführliche Antwort hier in den Blog zu stellen, weil sie doch einige grundlegende Erläuterungen zu wissenschaftsjournalistischen Texten enthält.
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Wie groß war der Unterschied der Nepal-Beben?

In meinem Artikel Katastrophe in Nepal: Furcht vor dem Erdbebensturm vom 12.5.15 habe ich geschrieben, das erneute Starkbeben (Magnitude 7,3) in Nepal hatte nur knapp ein Fünftel der Energie wie das Starkbeben in Nepal Ende April ( Magnitude 7,8). Einige Leser zweifelten die Zahl an, sie meinten, das Beben im April sei nur dreimal so stark gewesen. Hier können Sie meine Rechnung nachlesen. Weiterlesen

Nach zwei Tagen Regen folgt Montag:

Sehen und Staunen statt Gaffen und Gähnen

Vorwort zu meinem Buch „Nach zwei Tagen Regen folgt Montag“

Jeder kennt das andächtige Staunen von Touristen vor hohen Wasserfällen, Schluchten oder anderen Natursensationen. Oft fehlen ihnen die Worte, die Sehenswürdigkeiten zu deuten. Geoforscher könnten die Naturwunder begreifbar machen, den Touristen erläutern, was es zu sehen gibt. Doch seltsam: Wenn Wissenschaftler über die Natur reden, wird bei Zuhörern aus Sehen und Staunen oft Gaffen und Gähnen. Weiterlesen

Katastrophe von Vajont: Warum der Berg in den Stausee stürzte

2000 Menschen starben, als 1963 in Norditalien der Monte Toc in einen Stausee stürzte. Der hätte nie angelegt werden dürfen: Anträge wurden gefälscht, Warnungen von Geologen unter Verschluss gehalten. Dann begann der Berg zu rutschen.
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Land O‘ Lakes: Melting Glaciers Transform Alpine Landscape

(Spiegel Internationel, June 2013) Climate change is dramatically altering the Swiss Alps, where hundreds of bodies of water are being created by melting glaciers. Though the lakes can attract tourists and even generate electricity, local residents also fear catastrophic tidal waves. Weiterlesen

Das Geheimnis der Blitz-Beben

18.7.2014 – SPIEGEL ONLINE

Der Boden riss mit einer Geschwindigkeit von fast von fast 30.000 km/h – ein Rekord. Noch dazu rumste es in einer Tiefe, wo es eigentlich keine Erdstöße geben dürfte: Ein Beben im Pazifik erlaubt erstaunliche Einblicke in den Untergrund.

Niemand hatte bemerkt, welche Natursensation sich tief unter dem Westpazifik abspielte am 24. Mai 2013, nachts um kurz vor drei Ortszeit. Selbst Wissenschaftler schauten nur beiläufig auf ihre Messgeräte, die ein paar Erdbeben kurz hintereinander unter dem Ochotskischen Meer vor Kamtschatka registriert hatten. Eines war mit 8,3 extrem stark – und ein anderes mit 6,7 sollte sich als vollkommen erstaunlich erweisen. Weiterlesen