Kategorie-Archiv: Allgemein

Der vermaledeite Wetterposting-Algorithmus in den sozialen Medien

Vom 25.7.2017

Es regnet stark in Deutschland:
Postings lauten: „Das hat es früher nicht gegeben“ Wahr aber ist meist: Doch, hat es gegeben.

Es regnet stark im Sommer in Deutschland:
Postings lauten: „Scheiß Sommer“. Wahr aber ist meist: Nein, Sommer ist normal.

Es regnet stark im Sommer in Hamburg:
Postings lauten: „Hamburg, Regen ja ja“. Wahr aber ist: Nein, Hamburg ist Regen-Durchschnitt in Deutschland.

Ergo: Bitte lieber Sonnenuntergänge posten, vielen Dank!

Meine Zeit als Dr. Sommer

Habe mich heute länger mit einer netten Moderatorin des Bayerischen Rundfunks, deren Name mir leider nur einmal gesagt wurde und den ich nicht mehr herausfinden konnte, über den Einfluss des Wetters auf das Liebesleben unterhalten. Hier kann man das Gespräch hören.

Wie groß war der Unterschied der Nepal-Beben?

Vom Mai 2015

In meinem Artikel Katastrophe in Nepal: Furcht vor dem Erdbebensturm vom 12.5.15 habe ich geschrieben, das erneute Starkbeben (Magnitude 7,3) in Nepal hatte nur knapp ein Fünftel der Energie wie das Starkbeben in Nepal Ende April ( Magnitude 7,8). Einige Leser zweifelten die Zahl an, sie meinten, das Beben im April sei nur dreimal so stark gewesen. Hier können Sie meine Rechnung nachlesen.

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Sag einfach immer, es sei der Klimawandel

Vom 7.9.2016

Der Klimawandel ist ein attraktives Thema für Leute mit Meinungsfreude, Mitteilungsdrang und Mitmischbedürfnis.

Die einen behaupten kess, dass sich das Klima bald abkühlen werde, obwohl das Ergebnis jahrelanger wissenschaftlicher Untersuchungen das Gegenteil nahelegt. Andere sehen praktischerweise bei jedem Umweltphänomen die globale Erwärmung am Werk.

Ihre prägnanten Kurzschlüsse verhelfen diesen Leuten zu großer Aufmerksamkeit. Sie brauchen keine Sorge zu haben, sich rechtfertigen zu müssen, Beifall übertönt kritische Nachfragen – beide Lager haben große Fangemeinden.

Vor ein paar Tagen begab sich das nächste Kapitel der öden Show:

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Was für ein Klima

Eine bezeichnenden Debatte, die ich in den vergangenen Tagen auf Twitter geführt habe (führen musste). Ausgangspunkt war ein Kommentar von mir auf Spiegel Online, in dem ich die groteske Rezeption des Klimawandels in diesem Sommer kritisierte. Twitter-User griffen mich dafür scharf an. Der Verlauf der Diskussion war so typisch für die Klimadebatte und so bezeichnend, dass ich ihn hier festhalten möchte.

Hier kann man mir auf Twitter folgen.

Hier kann man das Projekt des Twitter-Debatten-Kontrahenten Christopher Schrader „Klimasocial – Wir  schaffen das nur zusammen“ unterstützen.

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Ausführliche Kritiken an der Asyl-Prognose in „Science“

In der aktuellen Ausgabe von „Science“ hatte ich eine Studie entdeckt, die mir seltsam vorkam. Anhand einer simplen statistischen Korrelation sagen die beiden Autoren die Auswirkung der globalen Erwärmung auf die Zahl von Flüchtlingen vorher, die aus Nordafrika nach Europa ziehen.

Meine Recherche ergab, dass die Studie tatsächlich äußerst zweifelhaft ist. Ich zitiere in meinem Artikel auf SPIEGEL ONLINE diverse Experten. Weil ich naturgemäß jeweils nur kleine Teile ihrer Aussagen zitieren konnte, stelle ich die interessanten Stellungnahmen der von mir befragten Wissenschaftler hier in voller Länge vor:
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2:0 für Muri

Vom 24.4.2017

Eine Journalistin reagierte gereizt heute bei der Pressekonferenz auf einer Tagung hier in Wien, als die Meteorologin Helene Muri eine neue Theorie  zu Munchs „Der Schrei“ vorstellte.
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Paris Climate Agreement – the book that unites humanity.

(Or: The five best news items from the UN Climate Conference in Bonn.)

On Saturday, I gave a brief video commentary on „Spiegel TV“ at the finish of the UN Climate Change Conference in the early morning hours. I wanted to highlight a perspective which is often neglected: The benefits of the conference apart from „climate protection“. Here is the comment in English on request.

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Neues Buch

Sie wollen reden

Ich weiß nicht, wie oft ich schon von Wissenschaftlern gehört habe, man wolle „das Vertrauen der Öffentlichkeit gewinnen“ oder „raus aus dem Elfenbeinturm“.

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Zu schrill, Herr Bojanowski

Als ausgebildeter Naturwissenschaftler bei einem Massenmedium erlebt man interessante Dinge. Gelegentlich sorgt die Einordnung von Wissenschaft in Alltagszusammenhänge für Überraschungsmomente bei Wissenschaftlern. Diesmal war es umgekehrt.
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Wie Hollywood, aber…

Als ich nach dem Geologiestudium als freier Journalist anfing, hatte ich gelegentlich versucht, Artikel über Tsunamis an Redaktionen zu verkaufen. Das Thema wurde meist lächelnd abgelehnt, Redakteure hielten es eher für Drama als für Wissenschaft. Bis zum zweiten Weihnachtstag 2004.

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Sympathischer Wissenschaftler

So macht Wissenschaftsjournalismus Spaß.

Ein junger Wissenschaftler wertet jahrelang systematisch Niederschläge aus, kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis, und das Ergebnis lässt sich pointiert zusammenfassen, so dass man was davon hat. Und am Ende betont er, es gebe aber doch so viele andere kompetente Wissenschaftler, die ich doch auch noch fragen könnte, er sei doch bei weitem nicht der einzige Forscher auf dem Gebiet. Ja, es gibt sie wirklich, die Wissenschaftler, die für die Erkenntnis leben und nicht für öffentlichen Ruhm.

Erläuterungen zu meiner Kritik an den Aussagen von Experten und Medien zum Starkregen

Vergangene Woche kritisierte ich in einem Artikel Experten und Medien, die behauptet hatten, der Klimawandel würde in Deutschland bereits für mehr Starkregen sorgen.

Meine Kritik war simpel: Wetterdaten zeigen keine Zunahme von Tagen mit Starkregen in Deutschland – Experten, die diese Daten verschweigen oder das Gegenteil behaupten, führen Bürger in die Irre, verspielen Vertrauen in die Wissenschaft, machen Wissenschaft obsolet.

Ich zitierte Medien, in denen sich Meteorologen und Wissenschaftler irreführend geäußert hatten, denn ich halte die kritische Analyse für die wichtigste Aufgabe von Medien, um Meinungsbildung und Korrekturen zu ermöglichen. Auf Facebook und Twitter und per Leserpost gab es auf meinem Artikel manch kritische Frage, und da ich jetzt diesen Blog habe, kann ich ja gut auf die Einwände antworten:
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Videointerview zur Starkregen-Katastrophe

In Süddeutschland wurden Siedlungen nach Sturzregen überschwemmt, Menschen starben, die Schäden waren immens. Meine Kollegen aus der Videoredaktion haben mir einige interessante Fragen zur Katastrophe gestellt: Hier ein paar Worte zur Unwetterwarnung in Deutschland.

Und hier mein Artikel vom 2. Juni

Video zum Ergebnis des Klimagipfels

 

Der Uno-Klimagipfel ist mit einer, man muss es so sagen, geradzu sensationellen Einigung zu Ende gegangen. Alle Staaten haben gemeinsam einem ehrgeizigen Klimavertrag zugestimmt.

Ob die Ziele eingehalten werden können, kann die Staatengemeinschaft freilich nicht vertraglich erzwingen. Aber allein die Einigung aller 196 Parteien nach 23 Jahren Verhandlungen ist eine immense diplomatische Leistung.

Hier ein paar Worte aus dem nächtlichen Presseraum des Verhandlungszentrums in Paris.

Hintergründe und Quellen zu meiner Kritik am Synthesis-Report des Uno-Klimarats IPCC

Wissenschaftler haben mich nach den Quellen zu meiner Kritik am finalen Uno-Klimareport gefragt. Ich hatte kritisiert, dass der Uno-Klimarat IPCC in seinem Synthesis-Report Risiken des Klimawandels betont, aber Unsicherheiten seiner Ergebnisse verschweigt. Ein gravierendes Problem, wie ich finde.

Einige Wissenschaftler baten mich um konkrete Seitenzahlen aus dem Klimareport, aus denen die Zitate aus meinem Text stammten; ich habe sie bereits im Artikel ergänzt. Außerdem verschärfte ich meine Kritik, indem ich auch noch die – wie ich sie einschätze – mangelhafte „Zusammenfassung für Politiker“ des IPCC-Synthesereports zitierte. Hier dokumentiere ich nun alle Quellen für meinen Artikel.

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